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Was macht das Sexological Bodywork Professional Training aus?

Der Diplomlehrgang in Sexological Bodywork (Sexologische Körperarbeit) bietet direkte erfahrungs- und prozessorientierte Lernmöglichkeiten mit dem Ziel der Verkörperung sexuellen Erlebens. Die Kursteilnehmenden lernen die verschiedenen Techniken und Methoden von Sexological Bodywork kennen und integrieren diese zunächst in der Selbsterfahrung. Für sich und in der Gruppe bietet sich ein geschützter wie explorativer Raum für sexuelles Lernen und das Erfahren von sinnlichen wie sexuellen Zuständen. Der Lehrgang bereitet die Teilnehmenden darauf vor, ihre erlernten Kenntnisse in Einzelsitzungen und in der Anleitung von Gruppen anzuwenden.

Dieser Lehrgang ist als Grund- und Weiterbildung für Menschen konzipiert, welche an grundsätzlichen Lernthemen der Sexualität interessiert sind und vielleicht bereits in der Körper- oder Sexualarbeit tätig sind, wie z.B. Masseur*innen, Sexualpädagog*innen und Sexualtherapeut*innen oder anverwandte Berufsrichtungen.

Im Lehrgang kommen verschiedene Lernformen zum Einsatz: Online-Lernen und Austausch im gemeinsamen Forum, Videodemonstrationen, Videokonferenzen, Übungseinheiten für zu Hause, Unterstützung durch eine Begleitperson und eine Praxiszeit mit Supervision zum Erlangen des Diploms.

Grundlage dafür ist das gemeinschaftliche Lernen: Wir lernen voneinander und miteinander. Eine weitere Grundlage ist die persönliche Erfahrung: Die Erweiterung des eigenen somatischen Erfahrungs- und Lernfundus ist eine wichtige Voraussetzung, um später andere Menschen auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Sexualität begleiten zu können. Unsere Methodologie ist angelehnt an verschiedene Ansätze der Körperarbeit, therapeutischen Arbeitens und somatischen Lernens. Der Kurs wird bei Erfüllung aller Anforderungen mit dem Diplom zur*m „Sexological Bodyworker*in ISBB“ abgeschlossen. Mit dieser Zertifizierung ist eine Mitgliedschaft im Europäischen Berufsverband für Sexological Bodyworker*innen (European Association for Sexological Bodyworkers EASB www.easb.eu und www.sexologicalbodyworkers.eu) möglich.

Als Institut für Sexological Bodywork Berlin möchten wir einen integrativen Raum für Lernen und Austausch schaffen. Das Training richtet sich ausdrücklich an eine Vielfalt von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen wie Herkunft, sexuelle Präferenz, Geschlecht, Alter, Kultur und beruflicher Vorerfahrung. Wenn Sie mit einer Beeinträchtigung leben, werden wir uns bemühen, Ihre spezifischen Bedürfnisse im Rahmen unserer Ressourcen und Methoden zu erfüllen. Gerne besprechen wir mit Ihnen persönlich über individuelle Fragestellungen.

Wie ist das professionelle Training aufgebaut?

Der Sexological Bodywork Diplomlehrgang hat sich einen internationalen Ruf erworben. Ein Grund dafür ist die Tiefe, mit der die verschiedenen Lehrmodule praktische Fähigkeiten und das notwendige Basiswissen vermitteln. Weltweit werden Sexological Bodywork Trainings angeboten, die im Kern gleich sind, sich aber in Aufbau und Struktur sowie inhaltlichen Schwerpunkten unterscheiden. In Berlin wird der Diplomlehrgang bisher in zwei Formaten angeboten, einem „International Intensive“ und einem deutschsprachigen Modultraining. Details finden Sie dazu unter der jeweiligen Veranstaltungsbeschreibung. Grundsätzlich besteht der Lehrgang aus:

  1. einem 3-tägigen Einführungskurs
  2. insgesamt ca. 3 Monate Online-Studium, mit praktischen Übungsaufgaben, Forumsaustausch und Videokonferenzen für zu Hause
  3. 14 Tage Intensive oder 3×5 Modultage Vor-Ort-Training mit der gesamten Lerngruppe
  4. supervidierte Praxis-Sitzungen nach Absolvierung aller Vor-Ort-Zeiten

Zu 1. Einführungskurs (Freitag-Sonntag)

Der Einführungskurs gibt einen Einblick und einen groben Überblick über die allgemeine Herangehensweise und die Methoden von Sexological Bodywork. Dieser Kurs kann auch unabhängig vom Training besucht werden. Für Teilnehmende am Berufslehrgang zum Sexological Bodyworker*in ISBB ist der Einführungskurs integraler Bestandteil der Ausbildung. Entscheiden Sie sich im Anschluss an den Kurs für die Ausbildung, wird die Kursgebühr teilweise mit den Ausbildungskosten verrechnet.

Zu 2. Online-Studium

Während des Online-Gruppenstudiums greifen die Teilnehmenden auf eine Fülle von Bildungsressourcen zu, die ein breites theoretisches Wissen über die Modalitäten vermitteln, umfangreiche praktische Erfahrungen ermöglichen sowie Unterstützung und Vernetzung durch kollaboratives Lernen fördern.

Der Kern dieses Heimstudiums ist die achtsame somatische Praxis als Grundlage für ein tiefgreifendes verkörpertes Lernen. Texte, Videos, Podcasts und Übungsanleitungen geben einen Überblick über das neue Gebiet der somatischen Sexualwissenschaft mit den Schwerpunkten Bildung, sinnlich-erotische Körperarbeit und sexuelle Gesundheit. Die Teilnehmer tauschen sich über ein Online-Forum regelmäßig über ihre somatische Praxis und ihr Lernen aus, unterstützen sich gegenseitig in ihrer Entwicklung und kommunizieren auch mit ihren Begleitpersonen und den Lehrenden.

Die Teilnehmenden müssen mindestens 25 Stunden pro Woche für dieses Heimstudium einplanen. Diese Zeit wird für die somatischen Übungseinheiten, das Studium von Texten und Videos, die Berichterstattung über das Lernen und Online-Meetings genutzt. Nur die Teilnehmenden, welche die Anforderungen des Online-Studiums erfüllt haben, werden für das Vor-Ort-Training zugelassen.

Zu 3. Vor-Ort-Training

In der Praxiszeit vor Ort werden die erlernten Fähigkeiten weiterentwickelt und das Wissen und die somatische Erfahrung mit den Lehrenden, anderen Teilnehmenden sowie bereits fertig ausgebildeten Sexological Bodyworker*innen als Begleitperson vertieft. Dabei werden die Teilnehmenden darin unterstützt, sich mit ihren persönlichen Themen und individuellen Herausforderungen in der Ausübung der Tätigkeit als Sexological Bodyworker weiterzuentwickeln und zu profilieren. Lediglich für die Vor-Ort-Zeit reisen die Teilnehmenden nach Berlin.

Zu 4. Praxis-Sitzungen

Die Fähigkeiten und Kenntnisse werden im Anschluss an die Vor-Ort-Zeit in Praxis-Sitzungen mit authentischen Lernzielen von Übungsklient*innen gestärkt. Das Lernen wird durch Supervision unterstützt und auf die praktische Anwendung erweitert. Während ca. neun Monaten sammeln Sie insgesamt 30 „Genusspunkte“, um die Zertifizierung abzuschließen. Sie vertiefen und verinnerlichen die erlernten Techniken und die professionelle Praxis, indem Sie Einzelsitzungen und längere Klienten-Begleitungen oder auch Gruppenkurse geben.

Alle Teilnehmenden werden dabei durch eine*n zertifizierte*n Sexological Bodyworker*in unterstützt, die*der von Beginn des Heimstudiums an für Fragen und Feedback zur Verfügung steht. Über die Praxis-Sitzungen schreiben die Teilnehmenden Protokolle und schicken diese an ihre Begleitperson, die ihnen Feedback dazu gibt und auch für generelle Fragen zur Verfügung steht.

Die Teilnehmenden lernen, eine sichere Umgebung für sich und ihre Klient*innen zu schaffen, indem sie in klaren Grenzen und Modalitäten arbeiten und Lernziele vereinbaren.

Trainingsinhalte

  • Auseinandersetzung und Reflektion über die eigene Sexualität und über die innere Haltung als Sexological Bodyworker*in
  • Somatisches Sex Coaching als Unterstützung im Überwinden von Scham, Entwickeln einer differenzierteren und bewussteren Körperwahrnehmung und Anbieten eines erotischen Lernraums
  • Schulung der somatischen Wahrnehmung auf physischer, psycho-emotionaler und energetischer Ebene
  • Erforschen der Muskel-, Skelett- und Genitalanatomie durch Diashow-Präsentationen, Körperarbeitsdemonstrationen und geführte Trainingseinheiten
  • Arbeit mit Atem und Stimme durch verschiedene Techniken, um die Fähigkeit zur sexuellen Erregung und Intensität sowie den individuellen und sinnlichen Ausdruck zu erweitern
  • Arbeit mit Bewegung des gesamten Körpers
  • Grundlagen der Kommunikation (Reflektion über Sprache, Gesprächsführung und Kommunikation während der Körperarbeit)
  • Massagetechniken mit unterschiedlichen bewussten Berührungsqualitäten (u.a. Genital-Massage, „Taoistische Erotische Massage“, Genital-Meditationen, Beckenboden- und Analmassage, Thai-Yoga-Massage)
  • Mapping-Techniken (Erforschen des Körpers und Erstellen einer inneren Landkarte mit Unterstützung durch Berührung von außen und/oder von innen – vaginal und anal)
  • Exploration von Narbengewebe (Entspannung und Re-Sensibilisierung)
  • Orgasmic Yoga (bewusst praktizierte Selbstliebe) und Masturbationscoaching (zur Erweiterung sexueller Erregungsmuster)
  • Basiswissen zu orgasmischen Trance- & Ekstasezuständen
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